Pressemitteilung                                                                                                     Düsseldorf, 05.12.2017

 

Der 5. Dezember wurde im Jahre 1985 von den Vereinten Nationen zum  „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ erklärt.

In einer Pressemitteilung des Bundesministeriums des Inneren aus dem Jahre 2014 heißt es dazu:

„Das Ehrenamt hat eine große Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für das Funktionieren des Gemeinwesens in den unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft. Wir können die gesellschaftlichen Herausforderungen nur gemeinsam durch Staat, Wirtschaft und Bürgergesellschaft bewältigen und sind deshalb auf Menschen angewiesen, die für andere Verantwortung übernehmen und einen Beitrag für unsere Gemeinschaft leisten.“

Auf der ganzen Welt engagieren sich mehr als 140 Millionen Menschen für Dinge, die Ihnen so wichtig sind, dass sie ehrenamtlich dafür arbeiten. Vor allem in den Entwicklungsländern und den Kriegs- und Katastrophengebieten dieser Welt ist diese Hilfe eminent wichtig und hoch effizient.

Auch in Deutschland engagieren sich etwa ein Drittel aller deutschen freiwillig in Vereinen, Verbänden und den unterschiedlichsten Projekten. In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens sind sie aktiv: in der Kinder- und Jugendarbeit, bei der Freizeitgestaltung und den Sportvereinen, bei der Betreuung und Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen, in kirchlich-religiösen Einrichtungen. Im politisch-gesellschaftlichen Bereich unterstützen sie vor allem soziale Einrichtungen und Initiativen.

Ohne Einsatz wäre Unterstützung nicht zu leisten

Ohne diesen Einsatz wären in vielen Fällen Hilfe und Unterstützung in erforderlichen Umfang gar nicht zu leisten. Das gilt immer dann in besonderem Maße, wenn außergewöhnliche Umstände eintreten – Naturkatastrophen wie zum Beispiel Überschwemmungen, Unglücksfälle oder, wie gerade in jüngster Zeit, Leid und Not von Flüchtlingen. Gerade eine angemessene Hilfe und Versorgung in solchen Notfällen wäre ohne ein umfangreiches bürgerschaftliches Engagement gar nicht zu gewährleisten.

Der Gesellschaft etwas zurückgeben

Die Motivation all der freiwilligen Helferinnen und Helfer kommt in erster Linie aus dem Bedürfnis, anderen Menschen solidarisch zur Seite zu stehen. Sie haben verstanden, was der ehemalige amerikanische Präsident Kennedy einmal etwa so gesagt hat: „Frage nicht nur, was die Gesellschaft für dich tun kann, sondern Frage, was du für die Gesellschaft tun kannst.“

Die Menschen haben das Bedürfnis, der Gesellschaft, in der sie gut und weitgehend sicher leben, etwas zurückzugeben. Da ist es nur allzu gerechtfertigt, wenn die Öffentlichkeit dieses solidarische Engagement auch anerkennt. Gleichzeitig entsteht auf diese Weise eine zusätzliche Motivation für alle – die altbewährten und neu hinzukommenden Helferinnen und Helfer.

Diese hohe Anerkennung des außerordentlichen bürgerschaftlichen Engagements kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass der Bundespräsident jedes Jahr besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger mit dem „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ auszeichnet. Auf Landesebene, in einzelnen Regionen und Städten werden Ehrungen und Auszeichnungen vorgenommen, um so in einem angemessenen breiten Spektrum diese verdienstvolle Arbeit zu würdigen.

Bürgerschaftliches Engagement hat hohe Bedeutung in Hizmet

In der Hizmet-Bewegung ist das bürgerschaftliche Engagement ebenfalls von großer Bedeutung. In den Vereinen und Initiativen sind viele Mitglieder und Unterstützer ehrenamtlich tätig.

Die zentrale Aufgabe stellt die Förderung von Bildung und Weiterbildung dar. Hinzu kommen in diesem Bereich zahlreiche unterstützende Angebote, getragen von freiwilligen Kräften. Der Sprachförderung dienen zum Beispiel gemeinsame Lese – und Lektüre-   Veranstaltungen. Hinzu kommen Podiumsgespräche oder Diskussionsrunden zu aktuellen politisch-gesellschaftlichen Themen.

Auch Hizmet nimmt sich gemeinsam mit vielen ehrenamtlich Tätigen der zahlreichen Flüchtlinge an. Zum bürgerschaftlichen Engagement gehört es auch, Kontakte zu knüpfen und Dialoge zu pflegen zu anderen Vereinen, Organisationen und Initiativen. Auf diese Weise wollen die engagierten der Hizmet-Bewegung der Gesellschaft, in der sie aufgenommen worden sind, in Dankbarkeit etwas zurückgeben.

In dieser Haltung äußert sich aber auch eine wichtige Einstellung der Bewegung wie sie Fethullah Gülen in folgenden Zitaten formuliert:

„Diese Einrichtungen setzen sich dafür ein, dass die neuen Generationen als teilhabende Bürger einen konstruktiven Beitrag für die Gesellschaft leisten, ohne ihre Herkunftskultur zu leugnen.“

„Respekt vor den Menschen ist eine unerlässliche Voraussetzung der Menschlichkeit, genauso wie die Nächstenliebe, und beides geschieht Gott und der Gesellschaft zuliebe. Wer durch seine Worte und sein Verhalten einem Menschen gegenüber respektlos ist, offenbart seinen wahren Charakter und sein geringes Niveau; wer die Menschen hasst und feindliche Gefühle gegen sie hegt, legt damit die wahre Eigenart seines Gewissens an den Tag. Die reifen Charaktere sind niemals hochmütig, vielmehr sind sie stets bescheiden. Sie sind wie eine laue Meeresbrise – sie Spenden jedem Menschen Erquickung. Es gibt für sie nichts wertvolleres als Liebe und Respekt. Anstelle weltlicher Herrschaft bevorzugen sie es, zu lieben und geliebt zu werden und einen Platz in den Herzen der Menschen zu erobern! So also sind sie glücklich, wenn andere glücklich sind, und sie leben, um andere Leben zu lassen, und über dies handeln sie stets entschlossen.“

„Die Offenheit einer Gruppe steht und fällt mit der Offenheit ihrer Mitglieder. Wenn sich die Individuen in einer Gesellschaft durch ein großes Herz und ein reifes, feines Gewissen auszeichnen, dann wird auch ihre Gesellschaft über diese Vorzüge verfügen. Wenn der Glaube das Gewissen des Menschen lenkt, wenn er ihn von Gefühlen wie Arroganz, Egoismus, Eifersucht und Hass, die jeweils Gründe für eine Begrenztheit sind, befreit, ihn also von einer schlechten Moral erlöst und ihn innerlich erweitert, wenn an die Stelle von „Ich“ das „Wir“ tritt und wenn an die Stelle des Individualismus und Egoismus das Gefühl von Brüderlichkeit tritt, dann wird dieser Mensch in dem Maße, in dem seinen gewissen reif wird, eine Person des Geistes. Er wird zu einem Musterbeispiel des gesellschaftlichen Geistes.“

Ehre, wem Ehre gebührt:

In diesem Sinne dankt der Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW allen Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor allem auch den Engagierten in den über 60 Mitgliedsvereinen in Nordrhein-Westfalen. Ihr Engagement für Ihre Mitmenschen verdient Respekt und höchste Anerkennung.

Vielen Dank für Ihren Einsatz!

Der Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e.V.

Der „Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e.V.” (VEZ NRW) ist ein Verband für Vereine in Nordrhein-Westfalen, die sich in den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales engagieren. Gemeinsam mit den Mitgliedsvereinen möchte der VEZ NRW durch zivilgesellschaftliche Projekte Lösungsansätze für gesellschaftliche, sozio-kulturelle, und humanitäre Herausforderungen entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt der Verbandsaktivitäten liegt im Bildungsbereich.

Im Juni 2014 ist der VEZ NRW durch die Zusammenarbeit von acht gemeinnützigen Gründungsmitgliedern initiiert worden. Die von der Hizmet-Bewegung inspirierten Gründer möchten ihren Mitgliedsvereinen, die sich in unterschiedlichen Bereichen engagieren, durch Vernetzung und Kooperationen Synergien verschaffen und zu ihrer Entwicklung beitragen. Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit die gemeinnützigen Arbeiten bestmöglich zu gestalten. Aktuell zählt der Verband 67 Mitgliedsvereine.

Kontakt:

Genç Osman Esen
Vorstandsvorsitzender

Mobil: +49 178 – 899 99 67

Fax:   +49 211 – 54 22 1229

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Webseite: www.vez-nrw.de