Pressemitteilung – Düsseldorf, 21.03.2018

Der 21. März wurde im Jahre 1966 von den Vereinten Nationen als „Internationaler Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen.

Alltagsdiskriminierung, rassistische Gewalt und Stereotypen in den Medien erinnern uns daran, dass der Einsatz gegen den Rassismus eine alltägliche Herausforderung für unsere pluralistische und vielfältige Gesellschaft bleibt. Am 21. März 1960 wurde eine friedliche Demonstration in Sharpeville in Südafrika in Reaktion auf ein Gesetz über die Apartheid blutig niedergeschlagen und hat 69 Menschen das Leben gekostet. In Reaktion darauf haben die Vereinten Nationen 1966 den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen.

„Wir arbeiten für ein Deutschland, in dem niemand Angst haben muss, ganz gleich, wie er aussieht, ganz gleich, wo er herkommt, ganz gleich, was er glaubt, ganz gleich, wie stark oder wie schwach er ist. Arbeiten wir für ein Deutschland, in dem wir alle zusammen gerne, frei und sicher leben können. Arbeiten wir für ein Deutschland, in dem wir ohne Angst verschieden sein können. Und das wir deshalb auch lieben können.“  

(Bundespräsident a. D. Johannes Rau, 2000)

Die Worte des ehemaligen Bundespräsidenten vor dem Brandenburger Tor sind in Anbetracht der aktuellen politischen und sozialen Verhältnisse im In- und Ausland aktueller denn je.

Staat und Zivilgesellschaft müssen sich öffentlich sichtbar gegen alle Formen von Diskriminierung einsetzen, egal gegen wen sich diese richtet. Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft von Menschen, aus rassistischen Gründen oder aufgrund der Religion lehnen wir entschieden ab. Kulturelle Vielfalt, unterschiedliche Lebensentwürfe und individuelle Verschiedenheiten der Menschen, die hier leben, verstehen wir als Bereicherung für unser Land. Uns ist es ein Anliegen, Rassismus und jeglicher Art von Diskriminierung entschieden entgegenzutreten.

Der Internationale Tag bietet Gelegenheit, den Reichtum der kulturellen Vielfalt und aufrichtigen Respekt und Toleranz gegenüber unseren Mitmenschen zu betonen. In Zeiten, in denen sowohl externe als auch interne Einflüsse das Zusammenleben in der Gesellschaft beeinflussen und zu einem Klima der Spaltung führen, ist die Besinnung auf und die Stärkung der Grund- und Menschenrechte existenziell. Mehr als 80 bundesweite Organisationen und die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus fordern jährlich dazu auf, sich an den Aktionswochen rund um den Internationalen Tag zu beteiligen.

Der VEZ in NRW e.V. appelliert an seine Mitgliedervereine, dem Aufruf zu folgen, im Rahmen des „Internationalen Tages gegen Rassismus“ und der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ Veranstaltungen zu organisieren, diesen Tag gemeinsam mit lokalen Partnern zu begehen, ihn besonders zu würdigen und somit ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Allen, die heute Nouruz, das neue Jahr und den Frühling begrüßen, wünschen wir ein gesundes, friedvolles und sorgenfreies Fest und Jahr. Wir hoffen zum Nouruz auf eine friedliche Welt – auf eine Welt, die wir aktiv zum Besseren gestalten können.

Genç Osman Esen
Vorstandsvorsitzender

Quellen:

https://www.unesco.de/wissenschaft/
http://www.antidiskriminierungsstelle.de/
https://www.bpb.de/


Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e.V.

Der „Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e.V.” (VEZ NRW) ist ein Verband für Vereine in Nordrhein-Westfalen, die sich in den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales engagieren. Gemeinsam mit den Mitgliedsvereinen möchte der VEZ NRW durch zivilgesellschaftliche Projekte Lösungsansätze für gesellschaftliche, sozio-kulturelle, und humanitäre Herausforderungen entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt der Verbandsaktivitäten liegt im Bildungsbereich.

Im Juni 2014 ist der VEZ NRW durch die Zusammenarbeit von acht gemeinnützigen Gründungsmitgliedern initiiert worden. Die von der Hizmet-Bewegung inspirierten Gründer möchten ihren Mitgliedsvereinen, die sich in unterschiedlichen Bereichen engagieren, durch Vernetzung und Kooperationen Synergien verschaffen und zu ihrer Entwicklung beitragen. Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit die gemeinnützigen Arbeiten bestmöglich zu gestalten. Aktuell zählt der Verband 63 Mitgliedsvereine.