Pressemitteilung – Düsseldorf, 15.11.2017

Am 17. November 2017 rufen DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung ganz Deutschland zur Teilnahme am bundesweiten Vorlesetag auf.

lesen, vorlesen, vorlesen lassen, gemeinsam lesen – in jedem Falle und für alle ein Gewinn.

Lesen – das ist die sinnvollste Art und Weise, mit der Welt in näheren Kontakt zu kommen, sie sich um ein weiteres Stückchen mehr zu erobern. Und das gilt sowohl für unsere unmittelbare Umwelt als auch für die sogenannte „große weite Welt“.

In jedem Fall hat es seinen ganz besonderen Wert in sich, immer Neues und Interessantes zu erfahren, besser zu verstehen und zu begreifen. In vielen Bereichen unseres Lebens haben wir noch so viel zu lernen – wir wollen unseren Blick weiten, über immer neue Grenzen sehen und gehen. Das gilt  zum Beispiel für Politik und Geschichte, Wissenschaft und Technik, das Leben anderer Menschen in anderen Regionen unserer Welt. Und dabei gilt: was wir besser und näher kennenlernen, das können wir besser verstehen.

Vielleicht noch interessanter ist es, von Schriftstellern in das Reich der Phantasie, der vorgestellten und erdachten Welten geführt zu werden. Da lernen wir Schicksale zwischen Glück und Leid kennen, erfahren, wie Menschen sich bewähren – oder scheitern. Bücher entführen uns mit ihrer Phantasie und Vorstellungskraft in ganz andere Lebensbereiche und -formen. Da gibt es dann womöglich Riesen und Zwerge, Zauberer und Zauberlehrlinge, Magie und fast Unerklärliches. Und wenn die Schriftsteller besonders gut sind, folgen wir Ihnen auf diesen Reisen, halten wir für wahr oder doch zumindest für möglich, was sie uns erzählen. Für eine Zeit lang leben wir mit Ihnen in ihrer Phantasiewelt mit Helden und Bösewichten, Siegern und Besiegten, glauben an den Sieg des Guten über das Böse. Wenn die Geschichten ganz besonders gut sind, verweilen wir sogar noch für eine ganz lange Zeit in Ihnen.

So wird durch das Lesen unsere eigene Lebens- und Erlebniswelt bunter, abwechslungsreicher, aufregender und vielfältiger. Und wir selbst verändern uns dabei auch – immer ein bisschen mehr.

Manche Texte, Gedichte vor allem, berühren uns gerade dann, wenn sie uns vorgetragen, gut vorgetragen werden. Der Rhythmus und Takt eines Gedichtes wird vor allem im Sprechen betont, spricht uns vor allem auf diesem Wege besonders an, weckt in besonderer Weise unsere Gefühle und Empfindungen.

Ganz nebenbei lernen wir bei alledem sehr viel über Sprache an sich – sei es nun die deutsche, die türkische oder eine andere Muttersprache. Das heißt also, wir lernen auch wieder sehr viel voneinander und über einander. Denn Sprache, gesprochene und geschriebene Sprache, soll nicht trennen, sondern in besonderer Weise die Menschen miteinander verbinden. Schulklassen, Vereine, Menschen, die zusammenkommen, zusammen Feste feiern –  sie sollen daran denken und viele Möglichkeiten zu solchem intensiverem Kennenlernen nutzen.

Es lohnt sich – für uns alle und für unser Zusammenleben in der Gesellschaft, dieser unserer Welt. Also, lesen wir weiter….

Noch eine kurze Bemerkung über die allseits beliebten Comics. Sie sind oft besonders spannend und aufregend. Aber die Sprache in diesen Texten ist doch meist sehr verkürzt, besteht oft nur aus unvollständigen Sätzen. Und manchmal beziehungsweise ziemlich oft werden zum Beispiel nur knappste Gefühlsäußerungen, Tierschreie, das Knarren von Türen und Toren lautlich dargestellt. Das steigert die ohnehin vorhandene Spannung. Aber es ist eben kein ausgeführter, kein vorbildhafter Sprachtext. Man kann Freude daran haben. Warum auch nicht…

Aber lesen, dass wirkliche, richtige Lesen ist eben doch etwas anderes!

Fördern wir also, sowohl aus gegebenem Anlass als auch in Zukunft, durch ein vielfältiges Angebot “die Freude am Lesen sowie den gegenseitigen Respekt in der Gesellschaft“ – entsprechend der Empfehlung der Initiatoren zum Bundesweiten Volesetag.


Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e.V.

Der „Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e.V.” (VEZ NRW) ist ein Verband für Vereine in Nordrhein-Westfalen, die sich in den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales engagieren. Gemeinsam mit den Mitgliedsvereinen möchte der VEZ NRW durch zivilgesellschaftliche Projekte Lösungsansätze für gesellschaftliche, sozio-kulturelle, und humanitäre Herausforderungen entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt der Verbandsaktivitäten liegt im Bildungsbereich.

Im Juni 2014 ist der VEZ NRW durch die Zusammenarbeit von acht gemeinnützigen Gründungsmitgliedern initiiert worden. Die von der Hizmet-Bewegung inspirierten Gründer möchten ihren Mitgliedsvereinen, die sich in unterschiedlichen Bereichen engagieren, durch Vernetzung und Kooperationen Synergien verschaffen und zu ihrer Entwicklung beitragen. Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit die gemeinnützigen Arbeiten bestmöglich zu gestalten. Aktuell zählt der Verband 67 Mitgliedsvereine.